23.02.2017

Datenrettung/MacOS

Ich habe mich in den letzten Tagen damit beschäftigt, einer logisch defekten Platte unter MacOS neues Leben einzuhauchen. Ein Freund eines Freundes hatte einen Stromausfall, der dazu führte, dass die Festplatte sich nicht mehr mounten ließ. Dadurch entfallen schon ein Großteil der gängigen Reparaturversuche auf Dateisystemebene.

Das Fehlerbild entsprach dem bei tinyapps beschriebenen. Also erstmal ein Image mit ddrescue erstellt.

Meine ersten Versuche mittels hfsprescue führten zwar letztendlich nicht zum Erfolg, immerhin konnte mir das kostenlose Tool aber beweisen, dass im dem Image etwas vorhanden war, das wie die gesuchten Dateien aussah. Ich konnte zwar auch Dateien wieder herstellen, diese enthielten aber nur Datenmüll - anscheinend da das Offset nicht stimmte und somit die Dateien nicht an dem Ort auf der Festplatte anfingen, wo das Programm sie vermutete. Der Autor hat sich netterweise auf meine Anfrage hin gemeldet und ein paar Tipps gegeben, was mich sehr gefreut hat. Es ist einen Versuch wert, bevor man zu härten Mitteln (Geld) greift.

Wenn man solche Probleme mit dem Mac googlet, kommt man oft zu dem Schluß, dass eine Reparatur (nur) mit Disk Warrior möglich ist. Das ist bestimmt auch ein Superprogramm und alles, ich war aber nicht gewillt, 132,90 USD für den Versuch zu zahlen, Daten zu retten, wenn dieser auch komplett fehlschlagen kann.

Bei meinen weiteren Recherchen stieß ich dann schließlich auf Disk Drill. Diese Software ist weder besonders schön und die deutsche Übersetzung ist nicht sonderlich rund (baut doch wenigstens einen Schalter ein, es auf englisch laufen zu lassen...), sie hat aber zwei Vorteile:


  1. Sie kostet mit 60 EUR knapp die Hälfte von DW.
  2. Es gibt im Gegensatz zu DW eine Demoversion, die es erlaubt, die Dateien anzuzeigen und per Vorschau zu zeigen, dass es funktionieren würden.
Nach kurzer Zeit konnte ich dem Programm die sympathischen Klänge von Dancing Queen entlocken. Da fiel dann die Entscheidung zu Kauf deutlich leichter. Die Rücksicherung an sich war von der Tatsache getrübt, dass alle Dateien doppelt waren (eine Anfrage beim Support ist noch unterwegs), über den Mechanismus, die defekte Platte als virtuelles Laufwerk bereitzustellen, klappte die Kopie aber dann ganz normal.


06.01.2017

Neues vom Internet auf Fuerteventura, diesmal: Vodafone LTE

Auf Fuerteventura ist es bekanntlich schwierig, schnelles und zuverlässiges Internet zu bekommen. Die bisherige DSL-Leitung brachte nicht nicht mehr als 2,5Mbit und fiel leider auch gelegentlich aus, so dass eine andere Lösung her sollte.

Vodafone bietet ein Paket, dass rein auf Mobilfunkdienste setzt, dass die folgenden Dinge umfasst:


  • Eine SIM-Karte fürs Handy (mit 1,5 GB Datenvolumen)
  • Eine SIM-Karte mit einer Festnetznummer (nebst einem mäßig schönen Festnetz-Telefon-Ersatz, der ein Handy mit Ladeschale und großen Tasten ist)
  • Eine SIM-Karte für den LTE-Router (Huawei B310s-22 mit 50 GB Datenvolumen). Letzterer sieht so aus:





Von der Geschwindigkeit her gibt es nichts auszusetzen, allerdings ist das 50GB-Limit möglicherweise ein Problem - das wird sich noch zeigen. Nachbuchbar ist zusätzlicher Traffic nicht, es wird (angeblich) danach auch 128Kbit gedrosselt.



Überraschenderweise kann die Hardware sogar bestehende VoIP-Accounts nutzen. Der Anschluss für das Telefon am Router hat dann aber nichts mit den sonstigen Telefonen (besonders nicht dem Festnetz) zu tun, sondern arbeitet parallel dazu:

Haken: 

  • Wenn man die Rufnummern mitnehmen will, dauert das ein paar Tage und man muss erneut im Laden vorstellig werden.
  • Der Router verhält sich merkwürdig, da er das verwendete IP-Netz ohne mein Zutun immer mal wieder ändert (192.168.1.x -> 192.168.2.x). Komisch.
  • Das Gerät zeigt nicht an, welches Gerät wieviel Traffic verbraucht. Gerade wenn man es nicht mehr gewohnt ist, genau auf den Verbrauch zu achten, wäre eine solche Anzeige sehr praktisch.