09.03.2020

Fritz!Box 6591 bei UnityMedia->Vodafone und Probleme mit MTR

Ich bin schon länger bei UnityMedia und nutzte dort die Fritzbox 6490 Cable. Die funktionierte auch immer sehr gut und war ihren Aufpreis für mich wert.

Aufgrund der Umstellungen auf Vodafone habe ich die Chance genutzt, auf die neue Anbindung mit 500 Mbit und der zugehörigen Fritzbox 6591 Cable zu wechseln.

Der Wechsel selbst klappte, bis auf eigene Dummheit und Ungeduld, ziemlich gut - lediglich die ältere Firmwareversion im neuen Gerät war etwas störend, da ich so die Einstellungen nicht einfach 1 zu 1 übernehmen konnte. Angeblich kommt da aber noch in diesem Monat (März 2020) ein Update.

Ein Problem, dass ich mir leider nicht erklären konnte, waren aber die scheinbaren Paketverluste, die mit "mtr" zu sehen waren:



Es verhielt sich so, dass die Fritzbox alle Pakete (ausser dem ersten) verwarf und dann alle Hops unterwegs das gleiche ab dem 11. bis 12. Hop taten. Das Zielsystem zeigte diese Probleme nicht.

Es stellte sich heraus, dass es keine wirklichen Probleme der Anbindung gab, sondern die Fritzbox selbst die Pakete wegwarf. Da ich mir keinen sinnvollen Grund dafür denken konnte (es ist immerhin ein Router, der Anbindungen mit Gigabit-Anbindungen bewerkstelligen können soll, wie schlimm können dann ein paar ICMP-Pakete sein?), habe ich versucht, dass Problem mit dem AVM-Support zu klären.

Nach ein paar Versuchen und der Übermittlung der "Support-Daten" aus der Box erhielt ich den Hinweis, die Paketbeschleunigung (auf der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box unter Inhalt > FRITZ!Box Support > Paketbeschleunigung) auszuschalten. Seit dem besteht der Fehler nicht mehr.

Was diese Option eigentlich macht, ist mir leider noch nicht klar, auch das versuche ich im Moment noch zu erfragen.

UPDATE 11.3.: Der AVM-Support weiß leider auch nicht, was die Option genau macht und kann es auch nicht herausfinden. Vielleicht wird dadurch etwas schneller, vielleicht auch nicht.


21.05.2019

Erfahrungen mit Freenet FUNK

Angeregt durch https://www.heise.de/newsticker/meldung/Freenet-Funk-Mobilfunk-und-LTE-Flatrate-fuer-1-Euro-am-Tag-4414473.html habe ich den Tarif in den letzten Tagen einmal getestet.

Mein Anwendungsfall ist, dass ich gerne ab und zu (alle paar Tage?) wenn ich mit dem Auto oder Zug unterwegs bin, einen Gaming-Streaming-Dienst nutzen möchte, der in kurzer Zeit viel Traffic verbraucht. Das wäre mir dann vielleicht 0,99 EUR für den Tag wert. Allerdings würde ich den Tarif auch längere Zeit gar nicht nutzen wollen können.

Leider sind meine Erfahrungen nicht gut gewesen, so dass ich wieder gekündigt habe. Zusammengefasst:

Positives:

  • Schnelle Bereitstellung der SIM-Karte und Freischaltung.
  • Schöne Verpackung :)
  • unproblematische Einbindung in iPhone zusätzlich zur bestehenden eSim.
  • Support per WhatsApp.
  • Zahlung per PayPal.
  • unproblematische Kündigung.
Negatives:
  • Es ist halt nach wie vor O2-Netz, so dass es trotz LTE nicht flächendeckend und stabil erreichbar war. Daher nützt es für meine Zwecke nicht. Im Telekom-Netz funktioniert es einigermaßen von der Geschwindigkeit her (dort habe ich aber zu wenig Traffic), hier nicht.
  • Der Support ist überlastet und antwortet langsam. Frage per WhatsApp gestellt, automatische Antwort bekommen "Vielen Dank für Deine Nachricht! Wir sind montags bis freitags von 08:00 bis 20:00 Uhr, samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr und sonn- und feiertags von 10:00 bis 17:00 Uhr für Dich erreichbar. Bitte melde Dich einfach noch mal während unser Servicezeiten, dann kümmern wir uns gerne so schnell wie möglich um Dein Anliegen." Ich damit leben, dass es keinen 24/7-Support gibt. Sogar sehr gut. Aber warum darf ich nachts keine Frage STELLEN, die dann später beantwortet wird? Kurz danach hat man dann ganz aufgegeben: "Puh, bei uns ist gerade echt viel los...  Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere FAQ (https://freenet-funk.de/faq) kaum Fragen offen lassen und hoffen,  dass Du hier ebenfalls Hilfe finden konntest und sich Dein Anliegen geklärt hat. Antworte bitte noch einmal kurz auf diese WhatsApp, falls Deine Frage noch offen ist - wir geben unser Bestes, alle Anfragen so schnell wie möglich zu beantworten."
  • Die Aktivierung der Karte aus der Pause dauert 10 Minuten. Dann ist die Fahrt schon fast um, wenn man nicht rechtzeitig dran denkt.
  • Der Pausenmodus war mir unklar. Man muss immer 24 Stunden warten, bis man ihn wieder aktivieren kann. Geht also auch nicht vorab für in 24h. Es wird aber anscheinend nur ein Tag berechnet, also nicht Kalendertage.


23.02.2017

Datenrettung/MacOS

Ich habe mich in den letzten Tagen damit beschäftigt, einer logisch defekten Platte unter MacOS neues Leben einzuhauchen. Ein Freund eines Freundes hatte einen Stromausfall, der dazu führte, dass die Festplatte sich nicht mehr mounten ließ. Dadurch entfallen schon ein Großteil der gängigen Reparaturversuche auf Dateisystemebene.

Das Fehlerbild entsprach dem bei tinyapps beschriebenen. Also erstmal ein Image mit ddrescue erstellt.

Meine ersten Versuche mittels hfsprescue führten zwar letztendlich nicht zum Erfolg, immerhin konnte mir das kostenlose Tool aber beweisen, dass im dem Image etwas vorhanden war, das wie die gesuchten Dateien aussah. Ich konnte zwar auch Dateien wieder herstellen, diese enthielten aber nur Datenmüll - anscheinend da das Offset nicht stimmte und somit die Dateien nicht an dem Ort auf der Festplatte anfingen, wo das Programm sie vermutete. Der Autor hat sich netterweise auf meine Anfrage hin gemeldet und ein paar Tipps gegeben, was mich sehr gefreut hat. Es ist einen Versuch wert, bevor man zu härten Mitteln (Geld) greift.

Wenn man solche Probleme mit dem Mac googlet, kommt man oft zu dem Schluß, dass eine Reparatur (nur) mit Disk Warrior möglich ist. Das ist bestimmt auch ein Superprogramm und alles, ich war aber nicht gewillt, 132,90 USD für den Versuch zu zahlen, Daten zu retten, wenn dieser auch komplett fehlschlagen kann.

Bei meinen weiteren Recherchen stieß ich dann schließlich auf Disk Drill. Diese Software ist weder besonders schön und die deutsche Übersetzung ist nicht sonderlich rund (baut doch wenigstens einen Schalter ein, es auf englisch laufen zu lassen...), sie hat aber zwei Vorteile:


  1. Sie kostet mit 60 EUR knapp die Hälfte von DW.
  2. Es gibt im Gegensatz zu DW eine Demoversion, die es erlaubt, die Dateien anzuzeigen und per Vorschau zu zeigen, dass es funktionieren würden.
Nach kurzer Zeit konnte ich dem Programm die sympathischen Klänge von Dancing Queen entlocken. Da fiel dann die Entscheidung zu Kauf deutlich leichter. Die Rücksicherung an sich war von der Tatsache getrübt, dass alle Dateien doppelt waren (eine Anfrage beim Support ist noch unterwegs), über den Mechanismus, die defekte Platte als virtuelles Laufwerk bereitzustellen, klappte die Kopie aber dann ganz normal.