Vom 17. bis 19. Juli 2026 hieß es wieder: Karten einpacken, Auto vollladen und ab nach Amsterdam zur MagicCon. Nach den tollen Erfahrungen von 2024 war die Vorfreude, aber auch die Erwartungen, groß, auch wenn so ein Wochenende natürlich immer seine eigenen Höhen und Tiefen mit sich bringt. Hier ist meine persönliche Rückschau auf drei Tage voller Magic: The Gathering.
Anreise und Unterkunft: Historischer Charme
Die Anreise mit dem Auto verlief weitgehend entspannt (danke an den Fahrer :). Etwa dreieinhalb Stunden Fahrzeit pro Richtung sind für ein Wochenende absolut im Rahmen. Beim Hotel fiel die Wahl diesmal auf das „Het Rechthuis“. Das Hotel liegt etwa 30 Autominuten vom Veranstaltungsort entfernt und versprüht als charmantes, historisches Gebäude aus dem 17. Jahrhundert (es diente früher als Gerichtsgebäude) ein ganz besonderes Flair.Es bot eine herrlich ruhige Atmosphäre abseits des Messe-Trubels – im Grunde nichts Aufregendes, aber vollkommen dem Zweck angemessen. Lediglich das Frühstück im Hotel war mit 20 Euro pro Tag ziemlich teuer.
Ich hatte das Ganze auch schon im letzten Jahr gebucht und im Rahmen dessen wegen des Booking.com-Hacks auch jede Menge Anfragen erhalten, wo mich Leute zu weiteren Zahlungen motivieren wollten, aber auf sowas falle ich hoffentlich nicht rein.
Das Premium-Weekend-Ticket: Was war drin?
Für dieses Wochenende hatte ich mir das Premium-Weekend-Ticket gebucht. Für alle, die sich fragen, ob sich das lohnt, hier ein kurzer Blick auf den genauen Inhalt des Pakets:
Wochenend-Badge: Für den Zugang an allen drei Tagen.
Exklusive Promo-Karten: Es gab zwei Promos in Form einer
.Full Art Wayfarer's Bauble Offizielle MagicCon Playmat: Ein schönes Erinnerungsstück, das direkt vor Ort zum Einsatz kommen kann. Steht immerhin Amsterdam und das Jahr drauf.
Booster-Packs: Im Paket waren außerdem drei Marvel-Collector Booster enthalten.
Gespielte Events: Ticketed Tournaments, On-Demand und (kein) Commander
Auch spielerisch stand einiges auf dem Programm. Mein Fokus lag diesmal auf den Ticketed Events und On-Demand-Turnieren, bei denen ich an folgenden Formaten teilgenommen habe:
Team Trios Sealed
Team Trios Full Box Sealed
Loading Ready Run „Chaos, Chaos, Chaos“: Ein absolut wildes Format! Man erhält 6 Booster, von denen man 3 draftet. Danach bekommt man noch ein Collector-Booster zusätzlich, und die restlichen 4 Booster werden dann einfach zum Pool hinzugefügt, aus dem man schließlich sein Deck baut. Gar nicht so schlecht, ausserdem saß Wheeler (LRR) neben mir ;)
Gavin Verhey's „Unknown“ als 2HG (Two-Headed Giant): Dort galt es sich aus, jew. 4 Mystery-, Strixhaven- und Lorwyn-Boostern, sowie zehn eigens für das Event gestickerten Karten von Gavin zwei Commander-Decks zu bauen. Z0u gewinnen gab es nichts, bzw. die Anzahl der Ticks hing nicht davon ab, ob man gewinnt oder verliert.
Mystery Booster 2 Draft ("on demand")
Ich hatte zwar auch ein paar Commander-Decks im Gepäck, aber zum Spielen bin ich einfach nicht gekommen. Die Zeit auf so einer Convention verfliegt rasend schnell, und der Zeitplan war am Ende schlicht zu voll dafür.
Die Highlights: Eine großartige Community und eine teure Investition
Wer mich kennt weiß, dass ich mir bei solchen Gelegenheiten gerne meine Beta-Draft-Länder unterschreiben lasse. Die Ausbeute dieses Jahr war sehr erfreulich, hier ein paar Eindrücke:
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| Meghan Wolff (GLHF) |
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| Brian Kibler |
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| Ben Ulmer |
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| Matt Tabak |
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| Mark Rosewater |
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| Ify Nwadiwe |
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| Melissa DeTora |
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| (Benjamin) Wheeler |
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| Maria Bartholdi (GLHF) |
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| Pleasant Kenobi |
Ein ganz besonderes Erlebnis war das Treffen mit Maria und Meghan (GLHF & Production). Die beiden Damen haben sich durch eine unfassbar zuvorkommende Freundlichkeit ausgezeichnet. Maria hat sogar ihren Arbeitsplatz im Produktionsbereich verlassen und ist extra herausgekommen, um sich besser und in Ruhe mit mir und Meghan unterhalten zu können. Als Krönung des Ganzen haben sie dann noch eine Freundin von sich gebeten, ein paar Erinnerungsfotos von uns dreien zu schießen – eine wirklich großartige Geste!
Apropos großartige Community: Ein weiteres absolutes Highlight war ein Mitspieler, der sich völlig freiwillig bereit erklärt hat, mir ein Festival in a Box mitzubringen und an mich abzugeben. Angesichts der unfassbaren Schlangen am Wizards-Store (dazu gleich mehr) war das eine heldenhafte Aktion, die ich im Sinne unserer tollen Community extrem wertschätze!
Neben den Unterschriften und den Begegnungen gab es auch noch einen besonderen Neuzugang: Ich habe ein Volcanic Island (Unlimited) gefunden. Der Kauf war zwar weniger ein unendlicher Glücksgriff als vielmehr eine ziemlich teure Investition, aber ich habe mich natürlich trotzdem riesig darüber gefreut. Aber auch dieses Doppelland ist bei mir definitiv zum Spielen gedacht und verschwindet nicht einfach in irgendeinem Sammelordner.
Bei den wenigen Künstlern, wo ich es geschafft habe, eine Unterschrift zu ergattern, siehe unten, bin ich dann aber dennoch sehr erfreut über das Ergebnis.
Die Lowlights: Geduldsproben und Marvel-Overload
Wo Licht ist, ist leider auch Schatten – und in diesem Fall bestand der Schatten aus endlosen Menschenschlangen. Bei allem, wo man sich anstellen musste, waren die Wartezeiten unangenehm lang. Das betraf die Artists, wenn man Karten signieren lassen wollte, aber ganz extrem auch den Wizards-eigenen Store. Sich dort stundenlang in die Schlange zu stellen, nur um an ein Festival in a Box zu kommen, zehrt ordentlich an den Nerven. Ohne die Hilfe aus der Community hätte ich hier wertvolle Messezeit opfern müssen oder, wahrscheinlicher, einfach drauf verzichten. So können wir es in nächster Zeit mal in Bonn draften :)
Apropos Spielen: Das Set der Stunde war das brandaktuelle Marvel-Set. Versteht mich nicht falsch, es ist eine nette Abwechslung, aber davon kann man halt nicht beliebige Mengen spielen. Das Format nutzt sich auf Dauer ab, und irgendwann wünscht man sich dann doch einfach etwas mehr klassische Magic-Abwechslung auf dem Tisch.
Fazit & Gesamtbewertung
Insgesamt vergebe ich für die MagicCon Amsterdam 2026 starke 4 von 5 Sternen. Zum Vergleich: Die Ausgabe in Amsterdam 2024 hatte bei mir noch die vollen 5 von 5 Sternen abgeräumt. Der leichte Abzug geht dieses Jahr klar auf das Konto der zermürbenden Warteschlangen und der leichten Marvel-Müdigkeit.
Trotzdem: Die neuen Erlebnisse beim Spielen, das charmante Hotel und vor allem die außergewöhnlich herzlichen und hilfsbereiten Begegnungen mit der Magic-Community haben das Wochenende absolut spielenswert und unvergesslich gemacht.



















